Anmeldung bis zum 15.08.2012
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In Nordrhein-Westfalen haben schon jetzt 23% aller Menschen eine Zuwanderungsgeschichte. Zu dieser Personengruppe zählen neben den klassischen „Arbeitsmigranten” auch Neuzuwanderer, eingebürgerte Menschen, Flüchtlinge, Spätaussiedler und die sogenannten „Kontigentflüchtlinge”.
Auch die gemeindpsychiatrischen Einrichtungen müssen sich daran messen lassen, ob der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der Einrichtung in etwa dem Anteil an Menschen in der jeweiligen Versorgungsregion entspricht. Dies ist häufig noch nicht der Fall.
Die Gründe hierfür liegen oftmals an bestehenden Zugangsbarrieren einerseits sowie an fehlenden Informationen oder Vorbehalten gegenüber den bestehenden Angeboten andererseits..
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dem Thema gegenüber durchaus aufgeschlossen. Häufig fehlt jedoch das Wissen, da das Thema im Studium und Ausbildung meist nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Aus diesem Grund gewinnen Fortbildungen über migrationsspezifische Themen immer mehr an Bedeutung, um die notwendigen Kompetenzen für einen fachlich adäquaten Umgang mit dieser Personengruppe zu erwerben.
Das Seminar vermittelt Grundkenntnisse über die Möglichkeiten der Arbeit mit dieser Personengruppe. Dabei wird die Arbeit mit türkischsprachigen und russischsprachigen Menschen mit Migrationshintergrund beispielhaft etwas näher beleuchtet. Insgesamt geht es jedoch darum, einen generellen Ansatzpunkt für die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund zu entwickeln.
Wesentliche Inhalte sind :
• Umgang mit der eigenen und der anderen Kultur;
• Entwickeln einer kulturübergreifenden Suchhaltung;
• Migration – besondere individuelle Belastung oder besondere Ressource?
• Krankheitsverständnis und -verhalten;
• Zugangsbarrieren zu bestehenden gemeindepsychiatrischen Angeboten;
• Anforderungen an eine bedarfsgerechte gemeindepsychiatrische Versorgung;
• strukturelle Anforderungen an die eigene Einrichtung
Zielgruppe
MitarbeiterInnen in gemeindepsychiatrischen Einrichtungen und Diensten.
DozentInnen und Dozent
Tatiana Klein, Pädagogin, Mitarbeiterin im SPKoM Duisbrg
Uwe Komes, Dipl. Pädagoge, Geschäftsführer der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft Duisburg gGmbH und seit ca. 10 Jahren mit dem Thema Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in gemeindepsychiatrischen Einrichtungen beschäftigt.
Teilnahmegebühren
Die Teilnahmegebühren betragen inklusive Mittagstisch und Seminargetränke:
für MitarbeiterInnen in Einrichtungen im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland: 154,00 €
für MitarbeiterInnen in Einrichtungen außerhalb des Gebiets des Landschaftsverbandes Rheinland: 176,00 €
MitarbeiterInnen aus Mitgliedsorganisationen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 10,00 €.
Termine
23.10.2012, 10.00 – 17.00 Uhr
Veranstaltungsort
“Der kleine Prinz – Konferenz- und Beratungszentrum”
Schwanenstraße 5-7 (Nürnbergerhaus)
47051 Duisburg
