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Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e.V.

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<07.12. und 08.12.2012> Motivierende Gesprächsführung in der Arbeit mit Suchtkranken

Anmeldung bis 15.10.2012
Anmeldebogen hier

Motivational Interviewing (MI) als motivierende Gesprächsführung ist ein Ansatz, Menschen dabei zu helfen, sich zu verändern. Er wurde von William Miller (USA) Steven Rollnick (Wales) Ende der 80er Jahre entwickelt und hat weltweit großen Einfluss auf die  Forschung und Praxis im Bereich Substanzmissbrauch und anderer gesundheitlicher Probleme gewonnen.
MI stellt den Widerstand gegen Veränderung als Ergebnis von Amivalenz dagegen in den Mittelpunkt. Dabei werden Menschen in einer respektvollen, wertschätzenden und die Eigenverantwortung betonenden Art und Weise in der Auseinandersetzung mit Ihren Ambivalenzen unterstützt.
MI kann flexibel als eigenständiger Ansatz, in Kombination mit anderen Therapien oder als zusätzliches Hilfsmittel für andere Therapien genutzt werden.
Forschungsbefunde weisen auf die Wirksamkeit bei Substanzmissbrauch hin, ebenso bei Verhaltenssüchten und anderen psychischen Störungen. MI ist erlernbar und unterstützt bedeutende therapeutische Wirkungen schon nach relativ wenigen motivierenden Gesprächen.
Die Förderung der Änderungsbereitschaft ist eine zentrale Aufgabe von Beratern, Therapeuten und Betreuern, die mit Menschen arbeiten, die eine Störung durch psychotrope Substanzen und/oder psychische Erkrankungen aufweisen: Suchtmittelmissbrauch oder –abhängigkeit, Depression, Suizidalität,  Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Schizophrenie und Doppeldiagnosen.
Im Seminar werden Ziele, zentralen Grundprinzipien und alle wesentlichen Methoden und Strategien der motivierenden Gesprächsführung vermittelt. Die Teilnehmer/-innen können die Kompetenz für die eigene Durchführung motivationaler Intervention in ihrem Arbeitsfeld erwerben.
Wesentliche Inhalte der Fortbildung sind:

  • Grundlagen der Motivation von Menschen mit Suchtmittelproblemen
  • Erkennen von und Umgang mit ambivalenten Einstellungen und Diskrepanzen 
  • Empathie und Aktives Zuhören 
  • Rückmeldung geben 
  • Rollenklarheit herstellen und Distanz wahren 
  • Erkennen von und Umgang mit Widerstand
  • Vereinbarung von Veränderungszielen und dazu geeignete Schritte  
  • Stärkung der Selbstverbindlichkeit.

Zielgruppe
MitarbeiterInnen aus allen psychiatrischen Handlungsfeldern, die ihren Schwerpunkt in der Arbeit mit suchtkranken Menschen und ggf. DoppeldiagnoseklientInnen haben.

Dozent
Dr. Theo Wessel, Diplom Psychologe, Geschäftsführer des Gesamtverbandes für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland e.V.
Mitautor des Buches „Problematischer Alkoholkonsum – Entstehungsdynamik und Ansätze für ein psychoedukatives Schulungsprogramm

Teilnahmegebühren
Die Teilnahmegebühren betragen inklusive Mittagstisch und Seminargetränke:
für MitarbeiterInnen in Einrichtungen im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland: 185,00 €
für MitarbeiterInnen in Einrichtungen außerhalb des Gebiets des Landschaftsverbandes Rheinland: 231,00 €
MitarbeiterInnen aus Mitgliedsorganisationen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 10,00 €.

Termine
07.12.2012, 10.00 – 17.00 Uhr;
08.12.2112, 10.00 – 16.00 Uhr

Veranstaltungsort
“Der kleine Prinz – Konferenz- und Beratungszentrum“, Schwanenstraße 5-7 (Nürnbergerhaus), 47051 Duisburg.

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