Anders denken – besser verstehen
Einführung in die Neurodiversität und neurodivergente Wahrnehmungen
Informationen zu Zeit und Dauer
20.04.2026, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Gebühreninformationen
Achtung: Pro Seminartag fallen bei Präsenzseminaren 30€ Verpflegungspauschale inkl. MwSt an! Die Verpflegung wird Ihrem Kauf automatisch hinzugefügt. Somit ergeben sich die folgenden Gebühren.
Die Teilnahmegebühren betragen: 348,00€
Mitarbeiter:innen aus Mitgliederorganisationen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 20,00€
298,00 € – 318,00 € inkl. ggfs. anf. MwSt.
inkl. MwSt.
Beschreibung
Einführung in die Neurodiversität und neurodivergente Wahrnehmungen
Der Begriff Neurodiversität beschreibt die Vielfalt menschlicher Wahrnehmungs-, Denk-, Interpretations- und Handlungsweisen und lädt dazu ein, Unterschiede nicht als Defizite, sondern als Ressource zu verstehen. Die Fortbildung führt in diesen Begriff ein, verortet ihn historisch in den Selbstvertretungsbewegungen neurodivergenter Menschen seit den 1990er Jahren und grenzt ihn klar von defizitorientierten Sichtweisen ab. Dabei werden aktuelle internationale Studien und Forschungen für die inhaltliche Konzeption des Seminars genutzt.
Ergebnisse aus der Subjektivierungsforschung zu Neurodiversität werden mit anschaulichen Fallporträts präsentiert und zeigen, wie sich gesellschaftliche Diskurse, Diagnosen und Unterstützungsstrukturen auf die Selbstpositionierungen und Handlungsmöglichkeiten neurodivergenter Menschen auswirken.
Auf dieser Grundlage wird im Seminar gemeinsam erarbeitet, was eine anerkennende, neuroaffirmative Haltung in der Praxis bedeutet und wie Fachkräfte dazu beitragen können, neurodivergente Wahrnehmungen als legitime und wertvolle Perspektive im psychoedukativen Kontext einzubeziehen.
Schwerpunkte des Seminars:
- Einführung in das Konzept der Neurodiversität
- Psychoedukative Verbindung von Neurodiversität zu den nach dem ICD-11 definierten psychischen Störungen, Verhaltensstörungen oder neuromentalen Entwicklungsstörungen
- Darstellung neurodivergenter Wahrnehmungsprofile am Beispiel der Hyperreaktivität (Reize werden als „zu viel“ wahrgenommen), Hyporeaktivität (Reize „kommen nicht an“) und der Kontextsensitivität (Sensory Processing Sensitivity)
- Darstellung von maximal kontrastierten Fallporträts, um individuelle Selbstpositionierungen und Handlungsmöglichkeiten darzustellen
Die Dozentin Nadja Puschke-Kubica arbeit seit mehreren Jahren mit autismus Rhein-Wupper e.V. zusammen. Zunächst war sie als Autismus-Therapeutin tätig und ist seit 2025 die Wissenschaftliche Beirätin des Vereins. Im Rahmen ihrer Nachwuchsprofessur im Bereich der Sozialen Arbeit bildete sie angehende Sozialarbeiter:innen aus. Aktuell forscht sie am Institut Sonderpädagogik der Leibniz-Universität Hannover und bietet im internationalen Kontext Fortbildungen zum Thema ‚Neurodiversität‘ an. Ihr Spezialgebiet ist die wissenssoziologische Subjektivierungsforschung zu Selbstpositionierungen von jungen Erwachsenen im Autismus-Spektrum im Kontext Übergang des Berufs.
Zielgruppe
Mitarbeiter:innen in Organisationen der (Gemeinde-)Psychiatrie
Bei Absagen, die später als 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei uns eingehen, werden 50% des Teilnahmebetrags fällig.
Bei Absagen, die später als 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn erfolgen, müssen wir den vollen Teilnahmebetrag erheben.
Die Abmeldung bedarf der Schriftform.
Wir behalten uns vor, aus wichtigen Gründen die Termine oder Räumlichkeiten zu verlegen.
Sollte das Seminar nicht stattfinden können, erhalten Sie die Teilnahmegebühren zurück. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
Ort
KairosBlue Spaces Köln
KairosBlue Spaces
Niehler Str. 104
50733 Köln
Dozent*in
Nadja Puschke-Kubica
Wissenschaftliche Beirätin ATZ Rhein-Wupper e.V. und Subjektivierungsforscherin
