Basiswissen: Trauma und Traumafolgestörung
Das Seminar kann im Rahmen der Vertiefungsmodule als Wahlseminar gebucht werden, ist aber auch für Interessierte außerhalb der GpZA offen.
Informationen zu Zeit und Dauer
04.11.2026, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Gebühreninformationen
Achtung: Pro Seminartag fallen bei Präsenzseminaren 30€ Verpflegungspauschale inkl. MwSt an! Die Verpflegung wird Ihrem Kauf automatisch hinzugefügt. Somit ergeben sich die folgenden Gebühren.
Die Teilnahmegebühren betragen: 395,00€
Mitarbeiter:innen aus Mitgliederorganisationen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 20,00€
345,00 € – 365,00 € inkl. ggfs. anf. MwSt.
inkl. MwSt.
Beschreibung
In diesem Seminar werden Grundkenntnisse über Entstehung und Entwicklung von Traumafolgestörungen vermittelt, das Erkennen und Einordnen von Traumasymptomatik, Handwerkszeug zum stabilsierenden und ressourcenorientierten Umgang mit traumatisierten Menschen sowie Techniken zum Schutz vor eigenen Belastungen und Sekundärtraumatisierungen.
Eine Traumatisierung ist eine „normale menschliche Reaktionsform auf unerträgliche Erlebnisse“ – das können Unfälle oder Naturkatastrophen sein, Gewalt oder Missbrauch in der Kindheit ebenso wie Erlebnisse von Krieg oder Flucht.
Die Veranstaltung gibt Einblick in folgende Fragen: Was ist ein Trauma, wie entsteht es, wie entwickelt sich eine Traumafolgestörung? Was sind typische Symptome, was sind Begleiterscheinungen? Woran kann ich erkennen, ob ein Mensch, den ich berate oder unterstütze, traumatisiert sein könnte? Anhand traumapädagogischer Empfehlungen wird gemeinsam reflektiert, wie Sie in Ihrer Arbeit stabilisierend und ressourcenorientiert wirken können und was in schwierigen Beratungssituationen hilfreich sein kann. Abschließend geht es um den Schutz vor eigenen Belastungen und Sekundärtraumatisierungen.
Inhalte des Seminars:
- Schwerpunkt Trauma:
- Entstehung (was kann ein Trauma auslösen?)
- Traumatische Situationen (normale Stressreaktion / traumatischer Stress, was passiert im Gehirn?)
- Entwicklung von Traumafolgestörungen: Ereignis-, Schutz- und Risikofaktoren
- Symptomatik einer Posttraumatischen Belastungsstörung
- Begleiterscheinungen (Psychosomatik, Sucht, Depression / Suizidalität)
- Besonderheiten
- Traumatisierung in der Kindheit
- Trauma und Flucht
- Traumapädagogische Empfehlungen
- Traumasensible Haltung
- Umgang mit Trigger-Situationen
- Der eigene Einsatzort als „sicherer Ort“, traumapädagogische Gesichtspunkte der Einrichtungsgestaltung
- Möglichkeiten der Stabilisierung / Ressourcenorientierung
- Übungen zu Dissoziationsstopp, Reorientierung, Selbstberuhigung, Ablenktechniken, Achtsamkeit, Atemübungen, Visualisierungsübungen
- Reflektion von Umsetzungsmöglichkeiten in der konkreten Arbeitssituation
- Selbstfürsorge, Schutz vor Sekundärtraumatisierungen
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in gemeindepsychiatrischen Einrichtungen und alle, die mit traumatisierten Menschen zu tun haben.
Bei Absagen, die später als 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei uns eingehen, werden 50% des Teilnahmebetrags fällig.
Bei Absagen, die später als 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn erfolgen, müssen wir den vollen Teilnahmebetrag erheben.
Die Abmeldung bedarf der Schriftform.
Wir behalten uns vor, aus wichtigen Gründen die Termine oder Räumlichkeiten zu verlegen.
Sollte das Seminar nicht stattfinden können, erhalten Sie die Teilnahmegebühren zurück. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.
Hier geht es zur Widerrufsbelehrung.
Ort
KairosBlue Spaces Köln
KairosBlue Spaces
Niehler Str. 104
50733 Köln
Dozent*innen
Dr. phil Dima Zito
Dipl.-Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin (DGSF), Psychoanalytisch-Systemische Supervisorin (SG) und Traumatherapeutin, Dozentin und Autorin
Dima Zito, Studium der Sozialpädagogik, Promotion in Erziehungswissenschaften, Psychoanalytisch-Systemische Supervisorin (SG), Systemische Therapeutin (DGSF), Traumatherapeutin und Psychodramatherapeutin. Seit 2003 tätig im Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete Düsseldorf e.V., außerdem Forschungs-, Lehr- und Supervisionstätigkeit sowie Veröffentlichungen mit den Schwerpunkten Trauma, Flucht und Selbstfürsorge (www.zitovision.de).
Ernest Martin
Dipl. Psychologe, Integrativer Gestalt-Körperpsychotherapeut, Fachberater für Psychotraumatologie (DeGPT), Supervisor
Ernest Martin, Diplom-Psychologe, Integrativer Gestalt-Körperpsychotherapeut, Fachberater für Psychotraumatologie (DeGPT), Ausbildung in integrierter Ehe- und Familienberatung mit psychoanalytisch-systemischer Orientierung. Langjährige Tätigkeit in verschiedenen Feldern der Jugendhilfe sowie einer Beratungsstelle der Diakonie. Seit 2012 eigene Praxis für Psychotherapie, Paarberatung und Körperarbeit in Hückeswagen, darüber hinaus Supervision und Fortbildung in psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern (www.praxislebenswege.de).
Zusammen geben Dima Zito und Ernest Martin seit vielen Jahren Fortbildungen und haben zwei Bücher geschrieben:
- Selbstfürsorge und Schutz vor eigenen Belastungen für Soziale Berufe (Beltz-Juventa 2020)
- Traumasensibler Umgang mit geflüchteten Menschen. Ein Leitfaden für Haupt- und Ehrenamtliche (Beltz-Juventa 2024 / 2016)
