Interaktion gestalten bei Autismus, ADHS & Co.

Interaktion gestalten bei Autismus, ADHS & Co.

Einführung in die Neurodiversität und neurodivergente Wahrnehmungen

Start:
Anmeldeschluss:

Informationen zu Zeit und Dauer

20.04.2026, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr

Gebühreninformationen

Achtung: Pro Seminartag fallen bei Präsenzseminaren 30€ Verpflegungspauschale inkl. MwSt an! Die Verpflegung wird Ihrem Kauf automatisch hinzugefügt. Somit ergeben sich die folgenden Gebühren.

Die Teilnahmegebühren betragen: 348,00€
Mitarbeiter:innen aus Mitgliederorganisationen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 20,00€

15 freie Plätze

298,00 318,00  inkl. ggfs. anf. MwSt.

Beschreibung

In den vergangenen Jahren ist die Präsenz neurodivergenter Menschen (Autismus, ADHS und Co.) im gesellschaftlichen Alltag deutlich gewachsen, sowohl in Bildungseinrichtungen als auch im Arbeitsleben und in gemeindepsychiatrischen Angeboten. 

Mit dieser wachsenden Präsenz steigt auch das Bewusstsein dafür, dass unterschiedliche Wahrnehmungs-, Denk- und Verarbeitungsweisen keine Randphänomene sind, sondern Ausdruck neurologischer Vielfalt. Gleichzeitig zeigen sich im zwischenmenschlichen Miteinander immer wieder Unsicherheiten, Überforderungen und Missverständnisse auf beiden Seiten. 

Vor diesem Hintergrund kommt einer neuroaffirmativen Kommunikation eine Schlüsselrolle zu: Sie ermöglicht es, Verständigungsräume zu öffnen und tragfähige Brücken zwischen den unterschiedlichen Perspektiven zu bauen. 

Auf dieser Grundlage werden im Seminar praxisnah und anhand verschiedener Fälle die unterschiedlichsten Kommunikationsstile, Chancen und Herausforderungen thematisiert. Neben verschiedenen Modellen wird der Einsatz praktischer Werkzeuge genutzt, um folgende Schwerpunkte näher zu besprechen: 

Schwerpunkte des Seminars: 

  Einführung in das Konzept der Neurodiversität, Reflexion neurodivergenter Kommunikationsmuster (bspw. Theory of Mind und ‚das Problem der doppelten Empathie‘) 

  Strategien der neuroaffirmativen Kommunikation 

  Interaktion bei Hyperreaktivität (Reize werden als „zu viel“ wahrgenommen), Hyporeaktivität (Reize „kommen nicht an“) und der Kontextsensitivität (Sensory Processing Sensitivity)  

  Etablierte und neue Formen der Nonverbalen Kommunikation (bspw. Unterstützte Kommunikation, Rhythmus, Fantasie und Digitalität) 

  Handlungsansätze bei sensorischer Überlastung (Overload, Meltdown und Shutdown) 

  Ressourcenaktivierung in verschiedenen Kontexten 

Die Dozentin Nadja Puschke-Kubica arbeit seit mehreren Jahren mit autismus Rhein-Wupper e.V. zusammen. Zunächst war sie als Autismus-Therapeutin tätig und ist seit 2025 die Wissenschaftliche Beirätin des Vereins. Im Rahmen ihrer Nachwuchsprofessur im Bereich der Sozialen Arbeit bildete sie angehende Sozialarbeiter:innen aus. Aktuell forscht sie am Institut Sonderpädagogik der Leibniz-Universität Hannover und bietet im internationalen Kontext Fortbildungen zum Thema ‚Neurodiversität‘ an. Ihr Spezialgebiet ist die wissenssoziologische Subjektivierungsforschung zu Selbstpositionierungen von jungen Erwachsenen im Autismus-Spektrum im Kontext Übergang des Berufs. 

Zielgruppe

Mitarbeiter:innen in Organisationen der (Gemeinde-)Psychiatrie

Bei Absagen, die später als 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn bei uns eingehen, werden 50% des Teilnahmebetrags fällig.
Bei Absagen, die später als 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn erfolgen, müssen wir den vollen Teilnahmebetrag erheben.
Die Abmeldung bedarf der Schriftform.

Wir behalten uns vor, aus wichtigen Gründen die Termine oder Räumlichkeiten zu verlegen.
Sollte das Seminar nicht stattfinden können, erhalten Sie die Teilnahmegebühren zurück. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.

Ort

KairosBlue Spaces Köln

KairosBlue Spaces
Niehler Str. 104
50733 Köln

Dozent*in

Nadja Puschke-Kubica

Wissenschaftliche Beirätin ATZ Rhein-Wupper e.V. und SubjektivierungsforscherinLächelnde Frau mit kinnlangem blondem Haar und weißer Bluse vor rustikaler Holzwand.