Umgang mit suizidalen Krisen

Anmeldung bis zum 11.10.2021

Inhalt

Der Suizid zählt nach wie vor mit zu den häufigsten Todesursachen. Alleine in Deutschland nehmen sich jährlich über 10.000 Menschen das Leben. Dabei wird die Anzahl der Suizidversuche auf insgesamt mehr als 100.000 im Jahr geschätzt.
Entsprechend wird jeder psychosoziale Helfer früher oder später im Beruf, aber auch im Team mit suizidgefährdeten Menschen zu tun haben. Dies stellt die Helfer dabei oft unerwartet vor beträchtliche Herausforde-rungen. Des Weiteren ist man mit den eigenen Sorgen und Ängsten konfrontiert und es kann schnell zur Verunsicherung kommen, „Kann ich einen Suizid verhindern? Woran erkenne ich Suizidalität? Bin ich als Helfer mitverantwortlich? Verhalte ich mich richtig, bin ich kompetent genug?“
In diesem Seminar wird ein theoretischer Überblick über Suizid und Suizidprävention sowie dabei möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten gegeben. Weiterhin werden Strategien entwickelt, wie man den o.g. Herausforderungen zukünftig angemessen begegnen kann.
Wesentliche Inhalte der 1-tägigen Fortbildung sind:
– Hinterfragen eigener Wertvorstellungen und Einstellungen zu Suizid
– Grundlegendes Wissen zu Krisen und Suizidalität (Begriffsbestimmung, Formen von Suizidalität, Epidemiologie etc.)
– Entwicklung von Suizidalität
– Darstellung der gängigsten Erkläungsmodelle (z.B. Krisenmodell von Suizi-dalität nach Wolfersdorf)
– Erkennen und Beurteilen von Suizidalität / Risikoabschätzung
– Grundlegendes Wissen zu Suizidprävention und Krisenintervention (Strategien der Krisenintervention, Ablauf der Krisenintervention, Prävention suizidaler Krisen) sowie Aufzeigen der Grenzen
– Folgen einer Suizidhandlung (Werther-Effekt etc.)
– Gemeinsame Entwicklung angemesse-ner Verhaltensstrategien/ kollegiale Fallberatung
– Selbsthilfen für Helfer

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der (Ge-meinde)psychiatrie

Dozentin

Kathrin Adrian, Diplom Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie, Psychoonkologin, Mitarbeiterin beim psychosozialen Trägerverein Solingen e.V.

Teilnahmegebühren

Diese Fortbildung wird vom Landschaftsverband Rheinland gefördert, um den Rheinischen SPZ-Trägern und deren Fachkräften eine Verminderung der entste-henden Fortbildungskosten zu ermöglichen.
Die Teilnahmegebühren betragen inklusive Mittagsimbiss und Seminargetränke:
für Mitarbeiterinnen in Einrichtungen im Gebiet des Landschaftsverbandes Rhein-land: 188,00 € für Mitarbeiterinnen in Einrichtungen außerhalb des Gebiets des Landschaftsverbandes Rheinland: 226,00 €
Mitarbeiter*innen aus Mitgliedsorganisatio-nen der AGpR erhalten eine Ermäßigung von 18,00 €.

Termin und Tagungsort

02.11.2021, in der Zeit von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr.
Online über ZOOM

Kontakt

AGpR
Bereich Fortbildung
Paffrather Straße 70
51465 Bergisch Gladbach
Telefon: 02202 2561299
Fax: 02202 2561260
E-Mail: fortbildungen@agpr-rheinland.de
Internet: www.agpr-rheinland.de